RSC Vegesack e.V.

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Rund um Bremen 2018

Text Udo Schmidt

Vegesack 22.07.218 Heute war es wieder so weit. Die Radsportler des RSC-Vegesack haben zu „Rund um Bremen“ geladen. Punkt 9.00 Uhr surrten von allen Seiten blankgeputzte Rennmaschinen in Richtung Beckedorf und Panda-Parkplatz. Es roch nach Sonnencreme, Kettenöl und ein ganz klein bisschen Angstschweiß. Argwöhnisch beäugte man sich unauffällig, taxierte die Muskelstränge an den zumeist frischrasierten Waden der Mitfahrer und setzte sie ins Verhältnis zum dazugehörigen Material.
Schon vor dem Start ließ sich so erahnen, dass der vorgegebene Schnitt von „Kaämha30“ deutlich übertroffen werden würde. Zusätzlich zu den obligatorischen162 km wurde eine Zusatzschleife angeboten, die eine Länge von 212 km betragen sollte.
Nachdem Cheforganisator Peter Fichtner die obligatorischen Anweisungen verkündigt und anschließend leicht stirnrunzelnd registrieren musste, dass außer ihm, nur noch Michael Brooksiek die lange Distanz fahren würde, bildeten die zwölf Rennradsportler (Ein Mann kam später noch dazu) schnell einen Minipeleton und machten sich in Richtung Osterholz-Scharmbeck auf den Weg. Die ersten Wellen wurden locker weggedrückt und das Tempo hochgehalten. Erst eine Baustelle an einem Bahnübergang und ein Sonntagsfahrer im sehr fortgeschrittenen Lebensalter, der aus unerfindlichen Gründen auf sein Vorfahrtsrecht in einer Wohnsiedlung bestand (ist ihm nicht gelungen), sorgten für heiße Bremsen, lockere Sprüche und den notwendigen Adrenalinkick.
Flott gingen Zeit und Kilometer vorüber. Immer wieder mischte sich das Feld, so dass es auch möglich wurde mit seinen Mitfahrern ins Gespräch zu kommen.
Jüngster Teilnehmer war übrigens der 15-jährige Fabio Kietzmann, der gerade aus dem Urlaub zurück, eine klasse Leistung ablieferte. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, sich in diesen schrägen Internetzeiten so für den Radsport zu begeistern. Ein Juwel, das gefördert werden muss!
Durchs Teufelsmoor ging es weiter nach Fischerhude, Achim und Syke. Der Bremer Süden mit seinen berühmten „norddeutschen Bergen“ sorgte für ordentlich Laktat.
Der erfahrene Stephan Franke keulte dermaßen in die Pedale, dass ihm eine Speiche im Hinterrad riss. Hut ab vor dieser geballten Urkraft! Der einzige Defekt des Tages, der für Stephan den vorzeitigen Ausstieg bedeutete. August leistete generös „Amtshilfe“ und begleitete ihn, so dass sich die Größe der Truppe nach knapp 130 km leicht dezimierte.
Das passierte aber erst nach der wohlverdienten Rast in Harpstedt, bei der vor allem über Team Sky, Triathlon und die Karriere des RSC-Leistungswartes Benny Nielsen diskutieret wurde.
Es wurde festgestellt, dass Benny schon seit dem 10.Lebensjahr auf dem Rennrad sitzt. Zwischendurch ist er auch mal abgestiegen, meinte er ganz trocken auf Nachfrage, und sorgte so für den Lacher des Tages.
Nach verschiedensten Leckereien und einigen alkoholfreien Bieren, schien es kein Halten mehr zu geben. Das ohnehin schon großzügige Tempo wurde gnadenlos in Richtung der magischen 40 getrieben.
„Beim Radsport werden keine Gefangenen gemacht“, keuchte Thomas „Schlappwurst“ Meier und schaltete im Gegenwind elegant aufs Elferritzel.
An der Fähre Farge teilte sich die Gruppe. Während Peter und Michael in Richtung Berne weiter fuhren, kurbelte der Rest entspannt nach Löhnhorst zurück.
Ein sehr gelungener Tag. Vielleicht gelingt es im nächsten Jahr eine zweite Gruppe auf die Strecke zu schicken, die es etwas lockerer angehen lässt. Dann könnte die Teilnehmerzahl ganz leicht verdoppelt werden.
Wir lieben den Radsport, auch wenn oder gerade weil wir heute Abend wieder ganz zeitig schlafen gehen werden. 

Rund um Moor und Geest 2018

Text Udo Schmidt

Irgendwann, nach harten Trainingsmonaten mit hundert anderen Freizeitsportlern an der Startlinie zu stehen, ist ein großartiges Gefühl. Der süße Schmerz des Zieleinlaufes später ist die Antwort auf viele Fragen des Lebens. Wenn es geschafft ist, werden Zweifel über Bord geworfen, sind die psychischen und physischen Schmerzen vergessen und die Gedanken an lange Trainingseinheiten oder den bösen Novemberblues nur noch nebulöse Erinnerungen einer längst vergangene Zeit. Ein Zieleinlauf verändert alles, egal ob erfolgreich oder weniger erfolgreich, denn ein Zieleinlauf macht dich automatisch zum Sieger. Und es spielt keine Rolle, wie viele andere Sportler noch um dich herum wuseln und ob die schneller oder langsamer waren als du selbst.

Der Start in den Frühling bei unserer beliebten RTF „ Rund um Moor und Geest“ im April 2018 war für viele Freizeitrennradler ein mehr als gelungener Auftakt in die Radsportsaison. Bei Temperaturen um die 20 Grad hatten sich rund 250 Aktive zusammen mit ihren Rädern heraus geputzt, um auf den angebotenen Strecken (55, 77, 125, 155 km) ihre Form zu testen.
Auf der langen Strecke waren zwar nur 15 Rennradler unterwegs, die legten aber, bei einem Schnitt von 36,6 km/h, ein flottes Tempo vor. Eine achtköpfige Frauengruppe um Ute und Marion bewältigte zusammen die 120 km-Strecke. Mit Wertungskarte starteten 70 Fahrer, ohne 140.


Im Vorfeld hatte  Gerard Rünzi, unserer Vereinsvorsitzender alle Teilnehmer darauf hingewiesen, dass eine RTF kein Rennen ist und die Straßenverkehrsordnung unbedingt eingehalten werden muss. Aber wie das nun so ist, die Renngene sind Teil des Radsportes und fest in uns verankert. Die meisten Radler ließen es sowieso etwas ruhiger angehen und meisterten gut gelaunt die mittleren Distanzen. Die von unserem Team  perfekt ausgeschilderten Strecken führten durch idyllisch grüne Landschaften, zumeist abseits der großen Hauptstraßen. Trotzdem, und das ist schon fast Tradition, verfuhren sich einige Teilnehmer. Die zusätzlichen Kilometer haben aber nicht geschadet, denn der Winter war hart und die Sonne eine zusätzliche Motivation.
Die meisten Radler genossen es, endlich wieder in einer größeren Gruppe fahren zu können. Im Windschatten ein wenig mehr Tempo machen zu können, ist ein großer Ansporn für viele Sportler.


Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle das Engagement unserer Vereinsmitglieder. Eine gute RTF zu organisieren, ist keine leichte Aufgabe. Umso erfreulicher, dass es von allen Seiten nur Lob gab. Die Verpflegung in der Sporthalle und an den Stationen war perfekt und ausreichend. Danke an dieser Stelle allen Helfern.


Radsportler sind sensible Wesen und wollen „in den Arm“ genommen werden. Das familiäre Ambiente und die vielen persönlichen Gespräche untereinander sind mindestens genau so wichtig wie die Ausfahrt selbst. Wir alle lieben den Radsport und kennen aus eigener Erfahrung die Selbstzweifel, die uns nach längeren Trainingspausen plagen. Hier und da ein anerkennendes Wort helfen da Wunder. Verbesserungswürdig ist, dass einige „Schwarzfahrer“ unterwegs waren, ebenso ein bekanntes Phänomen. Hier muss im kommenden Jahr besser kontrolliert werden, denn auf Kosten der Gemeinschaft zu leben, mag zwar gesellschaftlich nur als Kavaliersdelikt gelten, hat aber wenig mit gesundem Sportgeist zu tun - und nichts bei unserer Veranstaltung zu suchen.

Die Vereinsmitglieder des RSC Vegesack wünschen allen uns gewogenen Radsportlern eine unfallfreie Saison mit ganz viel wunderbaren Erlebnissen. Und denkt immer daran: Der Weg ist das Ziel. Im Zweifelsfall lieber einmal zurück stecken und tolerant bleiben. Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wir haben keinen Airbag, aber dafür ein großes (Radfahrer-) Herz. Bleibt milde gestimmt, auch wenn euch einmal ein Autofahrer Böses will. „Denn sie wissen nicht was sie tun!“Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder. Wir freuen uns darauf! In diesem Sinne … immer Kette rechts!

Vegesack 01.01.2017

Wow. Der RSC Vegesack hatte zum Katercross eingeladen und 19 "verkaterte oder weniger verkaterte" Freunde des Cross-Sports waren gekommen. Ich bin mir sicher, das keiner nach dieser Geländefahrt durch die "Bremer Schweiz" noch einen tierischen Gedanken hatte. Es war ein toller Jahresbeginn es ging  über Feldwege; Waldwege und Sandpassagen  2,5 Stunden lang durch die "Bremer Schweiz" mit Freunden des Querfeldeinsports.

Vegesack 01.01.2018
 Bei Traumhafter Sonnenschein und angenehmen Temperaturen kamen 16 Neujahrscrosser zum diesjährigen Katercross des RSC VEGESACK. Entspannt und mit viel Spaß ging es diesmal zwei Stunden lang durch den Schwaneweder Forst und weiter Richtung Hinnebeck und Eggestedt Technisch wechselte die Streckenführung wieder anspruchsvoll von kleinen Waldwegen über kleine Singletrails und durch den Regen der letzten Tagen aufgeweichtem Waldpassagen ab. Das Material wurde ausbelastet.

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